Aktivitäten der extrem rechten Kampfsportszene in Deutschland – Rückblick & Ausblick

v.l.n.r.: David Mallow, Alexander Deptolla und Thorsten Heise auf dem „Schild & Schwert-Festival“ im November 2018 in Ostritz (Quelle: Flickr Endstation Rechts)

Nachdem wir uns vor einigen Wochen in einer längeren Auswertung mit dem Neonazi-Kampfsportevent „Pro Patria Fest“ in Griechenland befasst haben und auf die dortige Beteiligung deutscher Strukturen um den „Kampf der Nibelungen“ (KdN) eingegangen waren, möchten wir im Folgenden die zurückliegenden Aktivitäten der Szene betrachten, sowie über anstehende Events in Deutschland informieren. Dabei gehen wir rückblickend auf das KdN-Event im Rahmen des extrem rechten „Schild & Schwert-Festivals“ im November 2018 in Ostritz, auf die Beteiligung des KdN auf Events im Ausland, sowie das „Selbstverteidigungsgseminar“ des KdN im März 2019 ein und werden u.a. das anstehende „Tiwaz“-Turnier im Juni skizzieren. Continue reading „Aktivitäten der extrem rechten Kampfsportszene in Deutschland – Rückblick & Ausblick“

Nachtrag: Der Verein „Baltic Fighters“ bindet Neonazis in Veranstaltungsstrukturen der „Muay Thai Open“ ein


Seit Jahren finden in Deutschland und in Polen regelmäßig unter dem Namen „Muay Thai Open“ (MTO) Amateur-Wettkämpfe statt. Mehrmals im Jahr werden diese Veranstaltungen von den an die MTO angebundenen Gyms und Vereinen ausgerichtet. So trat auch der Rostocker Verein „Baltic Fighters“ mehrmals als Veranstalter auf.

Auf der letzten Muay Thai Open (MTO) in Rostock am 10. November 2018 wurden auch Neonazis in die Veranstaltungsstrukturen eingebunden, welche bei den „Baltic Fighters“ trainieren.
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„Bisschen Airbrush organisieren…“ – zum Umgang mit Neonazis und deren Symbolen auf Kampfsportevents


Nach der massiven Kritik an der Teilnahme von Timo Feucht als Kämpfer auf der „Nova Fighting Championship“ (Nova FC) am kommenden Samstag, folgte nun die Streichung des Leipzigers von der Fightcard – begründet jedoch mit fadenscheiningen Ausreden.
Wir dokumentieren im Folgenden die Entwicklungen rund um die losgetretene Debatte, ob man Neonazis in den Ring antreten lassen sollte. Dabei möchten wir auch auf die zahlreichen Aussagen eines der Veranstalter der Nova FC, Peter Sobotta, eingehen, in denen es u.a. um den Umgang mit Neonazi-Tattoos geht.
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Brief der Initiative „Kampfsport ohne Rassismus“ an ranFIGHTING

Auf Bitte der Initiative „Kampfsport ohne Rassismus“ veröffentlichen wir hier – im Rahmen der aktuellen Diskussion um die Teilnahme des rechten Hooligans Timo Feucht an der kommenden Nova Fighting Championship – die Mail, die von der Initiative auch an ranFIGHTINGde gesendet


Liebes ran Team, liebes ran FIGHTING Team,

Mit Freuden haben wir in den letzten zwei Jahren eure super Football Übertragungen geschaut. Endlich eine moderne Sportshow mit netten Typen, die so gut es geht rassistische Vorurteile und Verhaltensweisen aus der Sportmoderation fern halten. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Berichterstattungen im deutschen Fernsehen.

So weit so toll.

Um so unschöner war es für uns, zu sehen, dass bei einer von euch übertragenen MMA Veranstaltung ein aktiver und bundesweit bekannter Neonazi kämpfen und damit live auf ran zu sehen sein soll! Continue reading „Brief der Initiative „Kampfsport ohne Rassismus“ an ranFIGHTING“

Das „Pro Patria Fest“ 2019 in Griechenland – zwischen Elitenbildung und Selbstvergewisserung


Seit 2014 richtet die extreme Rechte in Athen (Griechenland) die Kampfsport-Veranstaltung „Pro Patria Fest“ aus. Das Event, welches Anfangs ein paar dutzende Neonazis anzog und mehr einem Sparring-Treffen ähnelte, dürfte in diesem Jahr am 6. April seinen bisherigen Höhepunkt gefunden haben. Damit folgt das Event dem europäischen Trend, was Größe und Professionalisierung von Neonazi-Kampfsportveranstaltungen anbelangt. Diese Kampfsportveranstaltungen, an denen die internationale Neonaziszene teilnimmt, fördern das Denken als Elite, rekrutieren kampfsportbegeisterte Neonazis und führen schließlich zu einer verstärkten Vernetzung.
Im Folgenden zeigen wir die Verstrickungen einzelner internationalen Gruppierungen die als Kleidungsmarken, RechtsRock-Labels, Trainingsteams oder rechtspolitische Zusammenschlüsse auftreten und an dem Event „Pro Patria Fest“ teilnahmen.

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